Ich dachte immer, ich muss stark sein.

Es mag sein, dass es nicht beabsichtigt war, aber für mich fing es schon früh als älteste Schwester mit dem Gefühl “Verantwortung” an. Ich hatte schon immer das Gefühl, ich müsse andere beschützen und ihnen helfen. Das gab mir ein Gefühl von innerer Zurfriedenheit, gebraucht zu werden und für andere da zu sein, wenn sie meine Hilfe brauchen.

Durch die Verantwortung und die vielen verschiedenen Lernsituationen in meinen Beziehungen – zwischen meiner Familie, meinem Patrner sowie Freunden oder auch außerhalb – , die sich nach und nach in vielen Lebenssituationen angesammelt haben, hatte ich das Gefühl, ich muss immer stark sein im Leben und darf keine Schwäche zeigen.

Ich dachte, ich müsse mich anpassen, sonst nimmt man mich nicht erst oder man würde mich nicht mögen. Oder Menschen, die mir wichtig sind, könnten sich von mir abwenden.

Nach außen zeigte ich wahrscheinlich Verunsicherungen und Ängstlichkeit, sodass man sich um mich Sorgen machen musste. Ich versuchte, mich immer anzupassen und so zu sein, wie andere mich haben wollten. Nur um dieses Gefühl zu haben, doch gebraucht zu werden.

Mir fiel es schwer, anderen zu zeigen, dass es mir schlecht ging. Wenn es mir nicht gut ging, zog ich mich zurück oder wollte in Situationen, die mir unangenehm waren, die Coole spielen. Auch vor anderen konnte ich nie weinen. Das fällt mir heute noch schwer. Ich wollte einfach nicht, dass sie meine verletzte Seite sehen. Denn ich war immer der Meinung, stark sein zu müssen und dass man nur so weiter durchs Leben geht.

Der Wendepunkt

Als mein Kind etwas älter war und mein Ex-Partner mich verlassen hatte, war mir klar: So möchte ich nicht weitermachen. Ich wollte einfach glücklich sein, mich geliebt fühlen und nicht einsam sein. Und ich wollte ein Vorbild für mein Kind sein.

Ich habe nach und nach gelernt, für mich selbst Verantwortung zu tragen und meinen eigenen Weg zu gehen. In Beziehung, Glück, Partnerschaft, Freundschaft, Gesundheit, Freizeit, Arbeit, Hobbys sowie finanzieller Sicherheit.

Mein Weg zu mir selbst

Aber ich bin immer noch nicht da, wo ich sein möchte. Ich bin immer noch am Lernen, immer mehr Veratwortung zu übernehmen und daran zu wachsen.

Schwierig für mich war es, für mich selbst Verantwortung in meinem eigenen Leben zu übernehmen. Die Unwissenheit sowie die Angst, alleine Entscheidungen zu treffen, und immer der Gedanke: Alleine schaffe ich das nicht.

Als ich anfing, an mir zu arbeiten, mit Online-Coachings, Online-Webinaren sowie verschiedenen Büchern, habe ich gemerkt, dass ich nicht mehr so sein möchte wie früher. Unabhängigkeit bedeutet für mich, meine Entscheidungen selbst zu treffen, in jeder Lebenslage – mit Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Selbstwert, Selbstlicbe und Selbstbestimmtheit.

Ich möchte immer noch an meinem Selbstbewusstsein, meiner Selbstliebe, meinem Selbstwert, meiner Sebstsicherheit und meiner Selbstbestimmtheit arbeiten und daran, immer mehr aus meiner Konfortzone zu gehen.

Wenn ich heute meinem früheren Ich gegenüberstehen würde, würde ich sagen

“Dankeschön, dass du auf mich aufgepasst hast. Aber jetzt bin ich für dich da und zeige dir, wie schön die Welt wirklich sein kann – mit meinem neuen Ich.”

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